

Internetfernsehen ist nach unserem Dafürhalten ein wichtiger Trend in der Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche, der in den nächsten Jahren den breiten Markt erreichen wird.
Neue Fernsehgiganten
Mit ihren Plattformen für mobile Datenverarbeitung sind Google und Apple Vorreiter für die Bereitstellung von Diensten in einem benutzerfreundlichen Format. Es ist eine Art Duopol entstanden, und beide Akteure sind in der Lage, aus den auf ihren Plattformen getätigten Käufen satte Gewinne zu generieren. Beide Unternehmen verkaufen Fernseher und es wird erwartet, dass auch sehr bald Fernsehapparate mit integrierter Software auf den Markt kommen. Wenn es ihnen gelingt, ihr Fernsehangebot genauso attraktiv zu gestalten wie ihre mobilen Plattformen, dann bekommen es die traditionellen Fernsehunternehmen mit mächtigen Wettbewerbern zu tun, die den Nutzern zudem die Synchronisierung zwischen Computern, Mobiltelefonen, Tablett-PCs und dem Fernsehen erlauben.
2011 betrug das Online-Werbevolumen in den USA etwa USD 30 Mrd¹.
Die Ausgaben für Fernsehwerbung lagen bei USD 60 Mrd. Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem es keinen Unterschied mehr zwischen Internet- und Fernsehwerbung gibt, weil die zwei Vertriebskanäle zusammenwachsen. Der für Google und Apple zugängliche Markt wächst dann dramatisch.
Kenne Deinen Kunden
Werden Fernseh- und Webinhalte über das Internet bereitgestellt, gewinnen die Unternehmen, die den Vertrieb kontrollieren, einen sehr viel besseren Einblick, wie der Einzelne die Medien nutzt und wofür er sich interessiert. Wenn Sie Medien über Ihr persönliches Apple- oder Google-Konto nutzen, dann können die Unternehmen Ihre Bewegungen exakt verfolgen. Sie erfahren auch, welche Suchanfragen Sie stellen, welche Fernsehsendungen Sie sich anschauen und wann Sie den Kanal wechseln; sie wissen wer Sie sind, was Sie gekauft haben und sie kennen Ihre Kreditkartendetails.
Das schafft einerseits Datenschutzprobleme, ermöglicht aber andererseits, das Unterhaltungsangebot kundengerecht zuzuschneiden und jedem einzelnen Medienkonsumenten passende Werbung zu präsentieren. Google hat es vorgemacht: Wenn es gelingt, relevante Werbung zu zeigen, die vorzugsweise nicht als allzu störend empfunden wird, dann akzeptieren die Verbraucher ein Geschäftsmodell, das ihre Online-Aktivitäten für die Individualisierung von Werbung nutzt.
Fondsposition: Google
An Google schätzen wir die Stärke seines Geschäftsportfolios, seine Wachstumsaussichten und seine Bewertung. Das Unternehmen besitzt ein starkes Kerngeschäft (an Suchanfragen gekoppelte Werbung), es stellt die beliebteste Smartphone-Plattform her (Android), es ist von allen Akteuren womöglich am besten aufgestellt, um von dem schnellen Wachstum der mobilen Werbung zu profitieren, es besitzt YouTube, die Nummer eins für Internetvideos, und es hat gute Aussichten, auch im Fernsehgeschäft zu wachsen. Letztes Jahr stiegen die Ausgaben für Online-Werbung in den USA um über 20%², die für mobile Werbung haben sich mehr als verdoppelt. Google wächst 20% pro Jahr und wird konservativ mit einem prognostizierten KGV von 11 bewertet.
Anders Tandberg-Johansen leitet das DNB-Investmentteam für den Technologie-, Medien- und Telekommunikationssektor. Sein Team besteht jetzt seit über 10 Jahren und hat im Durchschnitt einen jährlichen Ertrag von 18,9%³ erwirtschaftet. "Wir wählen Aktien nach fundamentalen Kriterien aus. Daneben berücksichtigen wir auch, wie generelle Trends die Geschäftsmodelle der Unternehmen beeinflussen werden."
» Lesen Sie mehr über unseren Portfoliomanager und sein Team
DNB Technology, Übersicht der Wertentwicklung
» Factsheet - DNB Technology (LU0302296495)
» Factsheet - DNB TMT Absolute Return (LU0547714526)
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¹Source: emarketer.com
²Source: Bloomberg
³DNB Nordic Technology, 31Jul2002 - 31Jul2012, annualized performance in EUR